24. Mai 2004
The Kung Fu Cult Master (1993)
Directed by: Wong Jin
Action
director: Sammo Hung
Cast:
Jet Li, Sammo Hung, Chingmy Yau, Cheung Man, Tsui Kam-Kong, Francis Ng,
Leung Kar Yan, Ngai Sing, Richard Ng, Gigi Lai Chi
Diesen Film musste ich mir ansehen,
nachdem ich erfahren hatte, dass Sammo die Action Choreographie gemacht hat. Und
es kommt selten vor, dass Sammo Jet Li in den Action szenen instruiert hat! Was
dann bei diesem Film dabei herauskam, ist meiner Ansicht auch gar nicht
schlecht.
Jet Li erlebt als Kind mit, wie seine
Eltern sterben müssen. Durch einen unglücklichen Körpertreffer, den ihm ein Kung
Fu Meister verpasst, ist er selbst nicht in der Lage, Kung Fu zu erlernen und so
muss er warten, bis der "Fluch" gebrochen ist um dann aber zu einem starken
Kämpfer heranzuwachsen, der unter der Führung Sammos (der einen alten
Großmeister spielt) steht. Mo Kei (Jet L) zieht los, um eine Sekte daran zu
hindern, ein magisches Schwert in die Hände zu bekommen, welches seine Vorväter
einst sicher auf einer Insel verwahrt hatten. Der korrupte Kaiser, der sich mit
den 6 Schulen (darunter Shaolin und Wu Tang) gegen die Sekte gestellt hat und
sich dadurch aus allen Problemen heraushält, wird in einem spektakulären Finale
entlarvt und seine Handlanger werden zur Strecke gebracht.
In einem ersten Kampf zwischen Sammo und 2
Kung Fu Meistern - darunter Leung Kar Yan - wird uns eine sehr beeindruckende
wire-fu Einlage geboten, die dadurch besticht, dass der Kampf -obwohl
unrealistisch- eine gewisse Authentizität erreicht, weil die Drähte sehr
geschickt eingesetzt worden sind. Ich erinnere mich an einen Wahnsinns-take, in
dem Leung Kar Yan über einen Pferdewagen rast/fliegt, wobei er am Draht hängt.
Dieser eine take sieht wirklich grandios aus! Im Gegensatz zu andern wire-fu
Filmen wird hier ein wirklich guter Einsatz von Draht gezeigt, was den Film
extrem rasant macht und es dennoch nicht zu unrealistisch wirken lässt.
Der 2. kurze Kampf zwischen Sammo und
einer Frau, von der ich gerade nicht weiß, zu welcher Partei sie gehört, zeigt
sich, dass Sammo versteht, mit Drahttechniken umzugehen.
Dann sehen wir Chingmy Yau in einem
Waffen-Gruppenkampf. Sie macht sich nicht schlecht, doch es trifft nicht so
meinen Geschmack. Ngai Sing macht noch kurz ein paar Tritte gegen Jet Li, der zu
dieser Zeit noch nicht kämpfen kann. Beide, Chingmy Yau und Jet Li tun sich
zusammen uns so beginnt Jet, einige wirksame Kampftechniken zu erlernen.
Es gibt eine recht spektakuläre Schlacht,
in der zwar auf der einen Seite ziemlich übertriebene Sachen geschehen
(Baumstämme und Schilde werden zu Wurfgeschossen...), es aber auch einige
schöne Kampfeinlagen gibt. Als dann Jet Li auch noch hinzutritt, werden dem
Zuschauer seine Fähigkeiten dargeboten, mit denen er Mann um Mann niederstreckt.
Natürlich sind auch seine Waffenkünste mehr als ansehnlich, doch freut mich an
dieser Stelle, dass Jet Li da mehr ohne Waffen kämpft. Das Rumfliegen in der
Luft konnte ich aber noch nie ab... Da gibt es dann so Sachen wie: ich flieg mal
über das ganze Schlachtfeld und gucke mich um. :-)
Kommen wir zum besten Kampf im Film, der
aber nicht der Endkampf ist. Jet Li kämpft gegen einen Mönch, den man auch in
"In the line of duty 4" sehen kann. Es ist der Gegner von Cynthia Khan, der
einen Zopf trägt. Nun ja, dieser Bursche ist ein fähiger Mann und im Kampf mit
Jet Li kann man dies deutlich sehen. Dadurch, dass ein wenig wire-fu mit der
Tatsache verbunden wurde, beide ohne Waffen kämpfen zu lassen, ergab sich ein
äußerst kraftvoller und perfekt vollführter Kampf. Zwar wurde hier ordentlich
schneller gedreht, doch dies tut der ganzen Sache keinen Abbruch, lässt es doch
den Kampf noch schneller werden (ach ne...). Hätte man diesen Kampf noch ein
wenig länger gemacht und ihn ans Ende des Films gestellt, hätte man einen
perfekten Endkampf gehabt. Leider ist es nicht so, und das Finale ist nicht
sonderlich toll:
am Ende gibt es einen recht ordentlichen,
aber sehr kurzen (eigentlich ist es nicht mehr als zwei takes...)Gruppenkampf,
in dem Jet Li einige Gegner platt macht. Das ist dann aber auch schon das beste,
was im Finale vorkommt. Der Rest ist wieder nichts brauchbares. Jet kämpft dann
noch gegen die Kämpfer vom Anfang des Films (Leung Kar Yan und noch jemand).
An einer Stelle wird es mir zu unrealistisch, wo alle wieder anfangen zu fliegen
und die unmöglichsten Sachen machen. Außerdem ist der Kampf für ein Finale zu
kurz.
Sie hätten am Ende einen Kampf bringen sollen, in dem die Kämpfer "am
Boden der Tatsachen" geblieben und auf traditionelle Weise gekämpft hätten. Dann
wäre dieser Film sicher nicht schlecht geworden. Schlecht ist der Film zwar auch
nicht, aber schließlich kommen nur 3 Punkte raus. Ich hatte mir ein wenig mehr
von der Kollaboration: Jet Li - Sammo Hung erhofft. An Akrobatik fehlt es
übrigens nicht, doch wurde sicher das meiste von einem double ausgeführt...
3/5
reviewed
by:
Hideyoshi